Der Thermonator zu Gast in Bern

Zwar nicht Terminator Arnold Schwarzenegger, aber der Thermonator-Truck von Mahle macht auf seiner grossen Europa-Tournee während der SAS Halt in Bern. Und drin erläutern die Mahle-Experten, wieso Thermomanagement und Klimaservice an Bedeutung gewinnen.
Der Mahle-Truck zeigt auf der bis auf 60 Quadratmeter ausfahrbaren Showfläche die Breite der Produkte vom Erstausrüstergeschäft wie der bionischen Batteriekühlplatte bis hin zum grossen Angebot des Service- und Ersatzteilgeschäfts. Christoph Dutschke, Koordinator Technische Trainings Aftermarket bei Mahle, erklärt gerade einigen interessierten Messebesuchern, wieso der Klimaservice bei E-Autos so wichtig ist und für Garagen zu einem Ganzjahresgeschäft werden kann.

Am Thermotisch haben die Mahle-Experten schematisch ein Beispiel für einen modernen Kühlkreislauf aufgebaut. So sind die einzelnen Komponenten und deren Verbindung und Bedeutung für die Kühlung in einem E-Auto einfacher zu erläutern. «Das Wichtigste ist immer noch, dass man sich an die E-Mobilität rantraut», so Dutschke. «Es sind ja schliesslich auch nur Autos mit Bremsen und Mechanik. Und wenn man bei ihnen zigmal den Kofferraum öffnet und schliesst, dann bricht vielleicht auch hier mal das Kabel für die Nummernschild-Beleuchtung. Oder bei einem verstopften Abfluss des Schiebdachs läuft das Wasser auch hier in ein Steuergerät und verursacht eine Störung.» Manchmal komme es ihm vor wie vor 25 Jahren, als man sich sträubte, mit Diagnosegeräten zu arbeiten, und heute sei dies eine Selbstverständlichkeit.

Die E-Mobilität eröffnet den Garagen ausserdem neue Geschäftsfelder, ob beim Thermomanagement oder Klimaservice. Damit die Antriebsbatterie von E-Autos konstant im idealen Temperaturfenster um die 25 Grad Celsius gehalten werden kann, ist die Klimatechnik an Bord eines modernen Autos längst nicht mehr nur für den Innenraum, sondern auch für Antrieb, Hochvoltbatterie und Leistungselektronik zuständig. Dutschke zeigt auf den Klimatisch: «Nicht eine, sondern drei Kühlmittelpumpen, Hochvoltheizer für die Vorkonditionierung der Batterie vor dem Schnellladen oder ein sogenannter Chiller, der das Kühlwasser während des Ladens runterkühlt, sind heute verbaut. Das Ganze ist viel komplexer und will auch kompetent gewartet sein.»

Der Klimaservice entwickelt sich vom saisonalen zum ganzjährigen Geschäftsfeld, positiv für die Garagen. Immer wichtiger wird auch der Kühlwasseraustausch. Dieser wird bei verschiedenen Herstellern wie einst ein Ölwechsel in regelmässigen Abständen empfohlen. Macht Sinn, schliesslich sind hier viel mehr als nur zwei, drei Liter Kühlwasser im System, sondern 15 bis 20 Liter. «Und das Wasser wird ja auch, anders als beim Verbrenner, nicht so heiss und zwischendurch nicht mehr abgekocht», sagt Dutschke. «So kann sich ein Biofilm bilden, sich mit der Zeit auch der pH-Wert verändern und Säure entstehen.» Mit dem E-Care Fluid zeigt Mahle in Bern auch das passende Gerät, um den Kühlkreislauf zu warten, Kühlmittel auszutauschen und das System auf Leckagen zu überprüfen. Clever: Das Gerät ist selbstredend auch für Verbrenner geeignet.