Herrmann revolutioniert das Anheben von schweren E-Fahrzeugen

Ganz schön gelenkig
Das Anheben von E-Fahrzeugen stellt WerkstĂ€tten immer wieder vor Herausforderungen. Ein Mercedes EQE 350 mit 215 kW Spitzenleistung und 623 Kilometern Reichweite wiegt leer 2385 Kilogramm. Der Mercedes EQS SUV mit seiner 108-kWh-Batterie wiegt sogar 2810 Kilogramm und ist damit ein echtes Schwergewicht im Pkw-Segment. Der Audi e-tron S bringt mit einer 86-kWh-Batterie satte 2695 Kilogramm auf die Waage. E-Autos sind also schwerer als baugleiche Verbrenner. Der Trend zum SUV verschĂ€rft diese Problematik zusĂ€tzlich. WĂ€hrend Verkehrsexperten derzeit darĂŒber diskutieren, ob sich die Gefahr bei UnfĂ€llen mit derart schweren Fahrzeugen erhöht, mĂŒssen sich WerkstĂ€tten bereits anderen Aufgaben in der praktischen Anwendung stellen. Manche HebebĂŒhne kommt an ihre Grenze. Es stellt sich die Frage: Wie kann man diese Kolosse gefahrlos heben?
Und noch ein weiterer gravierender Punkt fĂ€llt in der Praxis auf: Die Batterie in der Bodenplatte ist bei den meisten Fahrzeugen so gross, dass konstruktionsbedingt an den Aufnahmepunkten kaum noch Platz fĂŒr herkömmliche Steckpilze bleibt. Wenn dann im angehobenen Zustand die Batterie entnommen werden soll, ragen die Tragarme so weit unter die Karosserie, dass sie das Lösen und Ablassen der Batterie verhindern, bzw. es kann gefĂ€hrlich werden, wenn die Fahrzeugaufnahme nicht in der Mitte des Adapters positioniert wird.
Schwere Fahrzeuge bringen bisher verwendete Aufnahmeteller an die Grenze
«Auch Elektrofahrzeuge mĂŒssen in die Werkstatt und angehoben werden. Dies wird vor allem in den MarkenwerkstĂ€tten aktuell diskutiert», weiss David Herrmann beim HebebĂŒhnen-Spezialisten Herrmann AG. «Die schweren Fahrzeuge bringen die bisher verwendeten Aufnahmeteller an die Grenze», erklĂ€rt Herrmann. Mit der neuen Push-Technologie hat sein Unternehmen jetzt eine Lösung vorgestellt, die eine optimale Ausrichtung der Tragarme vor dem Anheben ermöglicht.
Der Clou dabei: Am Ende der Original-Tragarme ist ein zusĂ€tzliches Gelenk verbaut: der Push-Adapter. Die markenspezifischen WechselaufsĂ€tze sind ĂŒber einen Federmechanismus vertikal beweglich und können so vor dem Einschwenken des Arms unter das Fahrzeug nach unten gedrĂŒckt werden. Das gesamte Gelenk wiederum lĂ€sst sich um 180 Grad schwenken. «Die genaue Ausrichtung des Aufnahmetellers gelingt damit spielend leicht und deutlich schneller», verspricht Herrmann.



